Frauenparlament 2022 

Obwohl die Schwyzer Frauen seit 50 Jahren das kantonale und kommunale Stimm- und Wahlrecht besitzen, stellen sie in politischen Gremien immer noch eine Minderheit dar. Dadurch können sie ihre Sichtweise und Erfahrungen nicht einbringen. Doch gerade das wäre wichtig. Das Frauenparlament war deshalb weit mehr als bloss ein Gedenkanlass. Die Teilnehmerinnen stellten konkrete Forderungen an die Politik.

 

Am 17. September 2022 trafen sich rund 70 Frauen aller Altersgruppen und politischer Parteien im historischen Schwyzer Rathaus zu einer Session. Sie behandelten fünf parlamentarische Vorstösse und stimmten über sie ab. Die Vorstösse waren zuvor in verschiedenen Kommissionen ausgearbeitet worden. Dazu hatten sich die Teilnehmerinnen des Frauenparlaments im Juni und im August 2022 im Theresianum Ingenbohl zu vorberatenden Sitzungen getroffen.

 

Damit diese wertvolle Arbeit nicht wirkungslos bleibt, wurden die Vorstösse im Anschluss an die Session amtierenden Kantonsrätinnen übergeben. Diese reichen die Vorstösse offiziell bei der Staatskanzlei ein. Damit kam das Frauenparlament einer echten Kantonsratssitzung so nahe wie nur möglich – und genauso bindend sollen auch die Resultate sein.

Das Frauenparlament
in Bildern

 

Fotos: Claudia Hiestand

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Bildimpressionen von der ersten vorberatenden Kommissionssitzung vom 11. Juni 2022

 

Fotos: Claudia Hiestand

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Bildimpressionenvon der zweiten vorberatenden Kommissionssitzung vom 27. August 2022

 

Fotos: Jasmin Reichlin, «Bote der Urschweiz»

DIE KOMMISSIONEN

  • Kommission für Jugendpolitik

  • Kommission für die Vereinbarkeit von Familie & Beruf

  • Kommission für Wirtschaft & Arbeit

  • Kommission für Rechtsfragen & Schutz vor Gewalt

  • Kommission für Digitalisierung

 

Präsidiert wurden die Kommissionen von folgenden Frauen: Petra Steinegger, Marion Betschart, Tina Sarli, Gabriela Bär, Anna Grob, Martha Hofmann, Heimgard Vollenweider, Daniela Eheim, Irène May, Margret Kessler, Laura Calendo, Julia Cotti und Verena Vanomsen.

Das Frauenparlament stand unter dem Co-Präsidium der amtierenden FDP-Kantonsrätin Marlene Müller, Wollerau, und alt SP-Kantonsratspräsidentin Karin Schwiter, Lachen. Als Stimmenzählerinnen waren die Kantonsrätin Carla Wernli-Crameri (Die Mitte) sowie Koordinationsgruppenmitglied Marta Hofmann (SVP) im Einsatz.

Special Guest am Frauenparlament war alt Bundesrätin Doris Leuthard (Die Mitte), die die anwesenden Frauen ermutigte, politische Ämter zu übernehmen.

Frauenkommission_1
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Frauenkommission_2
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Frauenkommission_14
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Frauenkommission_1
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RUND 80 FRAUEN ZWISCHEN 19 UND 72 JAHREN NEHMEN AM FRAUENPARLAMENT TEIL. WAS WAR IHRE MOTIVATION, SICH DAFÜR ANZUMELDEN?

«Ich finde es inspirierend und bin dankbar für die Chance, mich mit anderen Teilnehmerinnen austauschen zu können. Andere Ansichten und Meinungen zu politisch aktuellen Themen zu hören, interessiert mich. Ich bin der Meinung, man kann aus jeder Unterhaltung etwas mitnehmen, weshalb ich einen solchen Austausch sehr begrüsse.»

Alessia Laib, Galgenen

«Ich erhoffe mir vom Frauenparlament, dass sich durch diesen Anlass mehr Frauen im Kanton Schwyz für politische Themen interessieren und merken, wie wichtig es ist, dass Frauen durch Frauen vertreten werden müssen. Wenn Frauen durch konstruktive Beiträge auffallen und als kompetent wahrgenommen werden, trägt dies bei den nächsten Kantonsratswahlen hoffentlich Früchte, indem mehr Frauen gewählt werden.»

Barbara Sutter-Widmer, Arth

«Ich erhoffe mir vom Frauenparlament, dass wir die Bevölkerung sensibilisieren können, dass wir Frauen ernst zu nehmen sind.»

Silvia Ott, Gersau


 

«Ich hatte bis anhin wenig mit Politik zu tun und möche gern Einblick in die politischen Prozesse erhalten. Ausserdem erhoffe ich mir vom Frauenparlament, dass sich Frauen im Kanton Schwyz vermehrt in die Politik einbringen, sich – in welcher Form auch immer – engagieren und die Politik nicht nur den Männern überlassen.»

Patricia Widmer, Galgenen

«Das Frauenparlament ist eine optimale Gelegenheit, Einblick hinter die Kulisse der Arbeit beim Kantonsparlament zu erhalten. Zudem sind die Themen sehr spannend und ich erhoffe mir, dass ich durch die vertiefte Auseinandersetzung damit etwas in meinen Alltag mitnehmen und somit auch langfristig prägen kann.»

Debora Durrer, Arth